WIR UNTERSTÜTZEN DIE HILFSAKTION VON TRAMP RECORDS AUS MÜNCHEN

 

WAR! WHAT IS IT GOOD FOR?

 

Der alte Aufschrei von Edwin Star hat auch 60 Jahre nach Vietnam Geltung. Wir rufen Euch zur Solidarität für die Menschen in der Ukraine, in Syrien, im Sudan und allen anderen Kriegs- und Notgebieten auf. Im Fokus stehen natürlich gerade die unglaublich schrecklichen Zustände in der Ukraine. Bewundernswert ist der Einsatz vieler humanitärer Hilfsaktionen. Darunter auch ein Soulbrother aus Bayern. Tobias Kirmayer vom legendären Label TRAMP RECORDS organisiert mit einigen couragierten Bekannten Hilfstransporte nach Osteuropa. Wir bitten hiermit um Eure Solidarität und Spendenbereitschaft. 

 

Hier ein paar Einblicke & Impressionen in deren großartige Arbeit: 

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Liebe Unterstützer, Spender und Mitwirker,

 

eure Spendenpakete sind wohlbehalten an der ukrainischen Grenze angekommen.   

Wie versprochen hier ein kurzer Bericht zu unserer Fahrt: Wir sind vergangenen Mittwoch, 23.03.2022 um 4 Uhr morgens mit unserem vollbepacktem Opel Movano losgefahren und kamen abends gegen 17:30 Uhr in Korczowa, unweit der polnisch-ukrainischen Grenze an der Autobahn A4 Richtung Lwiw an. Das Militär half uns unsere Sachen aus dem Auto heraus auf verschiedene Paletten zu ordnen. ALLES, was wir mitgebracht haben, wurde gebraucht. Das hat uns mega gefreut.

 

Als wir die Halle betraten sahen wir sofort Lübo und Ilia, Mama und Stief-Papa einer Bekannten, die durch ihre Tochter informiert worden waren, dass wir zum Grenzort kommen und sie mit nach München nehmen würden. Sie hatten eine 300km lange Anfahrt zum Grenzort, die, glücklicherweise, ohne größere Komplikationen verlief.

 

Bevor man jemanden in seinem Auto mitnehmen darf, muss man sich als Fahrer mit Ausweis bei sehr vermummten Polizisten registrieren. Diese notieren dann die Personalien und prüfen über die Online-Behören, ob alles passt. Zum Schluss bekommt man eine Art Passierschein. Dieses System hatte sich innerhalb der letzten beiden Wochen aus der Tatsache heraus entwickelt, dass es traurigerweise immer wieder vorgekommen war, dass Frauen verschwunden sind. Daher hatte die polnische Polizei nun unterschiedliche Checkpoints eingerichtet, die man nur passieren konnte, wenn man sich registriert und eine Karte erhalten hatte.

 

Nach unserer Ankunft im Hotel (mit Lübo und Ilia) schliefen wir erst einmal 10 Stunden. Am nächsten Morgen fuhren wir noch einmal zur Halle zurück, da wir noch 3 freie Plätze hatten. In der Halle selbst ging es deutlich organisierter zu als noch vor zwei Wochen. An den Wänden hingen große Fahnen unterschiedlicher Länder, darunter Liegen zum Ausruhen. Somit wurde schnell klar, wer in welches Land weiterreisen möchte. Dann das Dilemma: zwei Familien mit Kindern wollen nach München – Platz in unserem Auto war aber nur für eine. Die Enttäuschung, die man in den Augen sah… es ist schwer in Worten zu beschreiben. Das Registrierungsdatum für die Fahrt entschied. Wir nahmen also eine zauberhafte Familie bestehend aus Mama (ungefähr in unserem Alter) und zwei Kindern (12 und 5 Jahre) mit. Ihr Heimatort: Mariupol. Und obwohl wir alle keine gemeinsame Sprache hatten, konnten wir mit diversen Übersetzer-Apps kommunizieren. Was für eine wunderbare Erfindung!

 

Die Fahrt ging bis auf einige kleinere Pausen zurück nach Grafing, wo eine Anlaufstelle für die Familie aus Mariupol war und die Tochter von Ilia und Lübo uns schon erwartete. Der Moment der Verabschiedung war für uns alle sehr emotional.

 

Wir wissen, ihr wünscht euch Fotos, denn Bilder sagen so viel mehr als Worte. Und wir würden euch gerne welche liefern. Aber: auf dem Militärgelände darf nicht fotografiert werden, in der Halle mit Kindern und Soldaten schon gar nicht. Wir hatten kurz überlegt, Ilia, Lübo Maria, Dascha und Yevgen um ein gemeinsames Foto zu bitten – aber, und glaubt uns das bitte: es fühlte sich nicht richtig an. Dieser Krieg nimmt diesen Menschen schon alles. Das Einzige, was wir tun können, ist darauf achtzugeben, dass wir nicht achtlos sind oder Grenzen überschreiten.

 

Für heute können wir euch nur mit ein paar wenigen Eindrücken der Fahrt vertrösten. Siehe Fotos. 

Wir können nicht anders – wir haben zwei weitere Fahrten geplant. Eine zur UKRAINE-Hilfe Lobetal in Berlin https://www.ukrainehilfe.de/ , denn wir haben von Brandschutz Schnitzer aus Unterschleißheim https://www.ps-brandschutz.de/ sage und schreibe 70 Feuerlöscher spendiert bekommen, die jetzt in die Ukraine rein sollen.

 

Und eine dritte Fahrt in Richtung Ukraine, denn einen Tag nach unserer Ankunft sind unsere beiden verspäteten Großbestellungen angekommen, die ebenfalls an die Grenze wollen. Außerdem suchen wir noch Paten für unsere diese Woche getätigten Bestellungen (Konserven, hochkalorische Energieriegel, wie sie in Krisengebieten vom Militär verteilt werden, Nüsse, etc). Denn nach Rücksprache mit dem Militär vor Ort und den Informationen in den Nachrichten wird insbesondere eine Sache gebraucht: Essen. Daher schaut rein, teilt den Link an Bekannte, vielleicht ist ja noch jemand dabei, der unterstützen mag. Die Paypal Emailadresse lautet julia_sander@gmx.de.

 

https://www.projoodle.com/1bd92b88e3a729e59e5938cae81dfd81/1bd92b89ad03783099b05e28792cfc46

 

Wir möchten uns noch einmal bei allen bisherigen Spendern bedanken. Ohne euch wäre das alles nicht möglich.

 

Liebe Grüße und bei Rückfragen: einfach anrufen oder mailen!
Tobias, Julia & Crew

 

Wenn Ihr Tobi direkt unterstützen wollt, meldet Euch bei Ihm per Mail: 45hunter@gmx.de 

 

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Des Weiteren könnt ihr das humanitäre Projekt von WE JAZZ unterstützen:

We Jazz Records veröffentlicht mit Muisc for Ukraine eine 25-Track-Benefiz-Compilation, deren Erlöse der humanitären Hilfe in der Ukraine zugute kommen, die derzeit brutal von Wladimir Putins Russland angegriffen wird. 100% des Erlöses des nur digital erhältlichen Albums, das ab sofort über Bandcamp erhältlich ist, wird an verifizierte Hilfsorganisationen zur Unterstützung der Ukraine weitergeleitet. Alle Spenden werden veröffentlicht, sobald sie eingegangen sind.

 

"The situation in Ukraine is horrible and our thoughts are with the Ukrainian people suffering from Russia's attack", says We Jazz artistic director Matti Nives. "It's hard to figure out what to do but we simply felt the need to do something and started piecing together this compilation. All artists jumped aboard immediately to send in material which is mostly previously unreleased and top class all the way. I want to thank all artists taking part, everybody spreading the word about this release and everybody getting the album and enjoying the music. I also hope that other labels and artists would start sharing music in support of Ukraine. Together we're stronger, so let's do everything for peace."